Als ich zum ersten Mal in der Kletterhalle stand, hatte ich einen Gefühlscocktail bestehend aus ein wenig Angst gemixt mit Unsicherheit und Anspannung. Das alles legte sich aber relativ schnell, als unsere Gruppe die ersten Sicherheitsanweisungen und Erklärungen zum Knotenbinden erhielt.
Ich war beim Klettern wirklich zu 100 Prozent bei der Sache. Nicht 99 Prozent, sondern 100. Alle Gedanken, die mir vorher noch durch den Kopf gingen oder mich belastet haben, waren dann plötzlich wie verschwunden, genau wie die anderen Menschen in der Kletterhalle. Die einzige Frage, die in diesem Augenblick von Bedeutung war, lautete: "Wohin greife ich als nächstes?" Es gab nur noch mich und die Kletterwand.
Wenn die Wand erst einmal bezwungen ist und man wieder festen Boden unter den Füßen spürt,
hat man allen Grund stolz auf sich zu sein! "Ich habe etwas erreicht, von dem ich geglaubt habe, ich könnte es nicht schaffen!", so mein Gedanke im Moment danach. Und das gibt Selbstvertrauen.
Auch die Verantwortung beim Sichern der Kletterpartner war eine weitere neue und überaus positive Erfahrung für mich.
Obwohl mir die Füße von den viel zu engen Kletterschuhen geschmerzt haben und ich hinterher ganz schön Muskelkater hatte, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat mitzumachen. Es wird für mich nicht das letzte Mal gewesen sein...





